Was bedeutet „IGS“ für mein Kind?

Auf dieser Seite beantworten wir Fragen, die uns häufiger gestellt werden. Falls Ihre Frage – oder besser: die Antwort darauf – fehlt, schreiben Sie uns. Oder rufen Sie an. Grundlegende Fragen zur IGS als Schulform beantworten wir hier.

 

Gibt es eine Klassenlehrkraft? Wie kümmert sie sich denn um die Schüler?

Die Klassenleitung besteht an der IGS Isernhagen aus zwei Lehrkräften, die sich in enger Abstimmung gleichberechtigt um die Schülerinnen und Schüler einer Klasse kümmern. Dazu führt unter Anderem jede Schülerin, jeder Schüler an jedem Freitag ein kurzes Gespräch mit einer der beiden Klassenlehrkräfte. Dabei werden folgende Fragen geklärt:

  • Wie ist die Woche für mich gelaufen?
  • Was habe ich gelernt?
  • Was habe ich gut gekonnt?
  • Was muss ich noch besser hin bekommen?
  • Was nehme ich mir für die nächste Woche vor?

Die Schule arbeitet mit Tablet-Rechnern?

Zentrales Medium im Unterricht unserer Schule ist tatsächlich das Tablet. Ein kleiner, leichter Computer, der uns enorme Möglichkeiten eröffnet und den Unterricht für die Schülerinnen und Schüler in vielen Fällen attraktiver werden lässt. Außerdem wollen wir unsere Schülerinnen und Schüler auf ihre Zukunft im 21. Jahrhundert vorbereiten. Wir sehen die Notwendigkeit, sich mit dem „Digitalen“ auskennen zu müssen: Wie arbeiten Computer? Welchen Einfuss hat das auf mein Privat- / Berufsleben? Wie gehe ich mit den Inhalten um, die ich aus „dem Netz“ bekomme? Woran erkenne ich Falschmeldungen? Wie vermeide ich Datenverluste? – Diese und andere Fragen wollen wir in den Jahren an unserer Schule beantworten. Wichtig ist dabei: Das Tablet ist nicht das, sondern immer nur ein mögliches Arbeitsmittel. Mehr zum Tablet finden Sie hier.

Wie ist der Unterricht getaktet?

Die IGS Isernhagen arbeitet nach Möglichkeit in Doppelstunden. Das heißt, dass Unterricht soweit wie möglich in 90-Minuten-Blöcken organisiert wird. Damit bleibt je Unterricht mehr Zeit zum Lernen, es gibt weniger Unruhe im Haus und Schüler wie Lehrkräfte haben weniger Material mit sich zu schleppen.

Was ist ein Lernbüro?

Unsere Schülerinnen und Schüler sollen bestmöglichen Erfolg im Unterricht haben. Um dabei der Vielzahl unterschiedlicher Begabungen gerecht werden zu können, gibt es an der IGS Isernhagen nicht nur Unterricht im Klassenverband: Einige Fächer werden im Lernbüro unterrichtet. Dabei handelt es sich um eine besondere Unterrichtsform, in der die Lehrkraft nicht direkt unterrichtet. Sie ist selbstverständlich immer anwesend, berät jedoch nur diejenigen Schülerinnen und Schüler, die aktuell Unterstützung benötigen.

So können unsere Schülerinnen und Schüler in Deutsch, Englisch, Mathematik und Gesellschaftslehre (Geschichte, Erdkunde, Politik) auf ihrem individuellen Anspruchsniveau und in ihrem eigenen Tempo arbeiten und lernen. Beraten durch die Lehrkraft entscheiden sie selbst über den Schwierigkeitsgrad der verschiedenen Aufgaben. Auf diese Weise lernen sie, die Verantwortung für ihre Arbeit in der Schule zu übernehmen und Lernerfolge als Ergebnis eigener Bemühungen anzuerkennen. Begleitet und unterstützt werden sie dabei von der jeweiligen Fachlehrkraft, die erklärt, ermutigt, und dafür sorgt, dass jede und jeder angemessen gefördert und gefordert wird.

Gibt es Hausaufgaben?

Nein. Wir stehen auf dem Standpunkt, dass schulische Arbeit in der Schule stattfinden muss. Im Regelfall wird also zuhause nicht viel gelernt. Außer den Vokabeln für die Fremdsprachen (jeden Tag 10 Minuten!) und vielleicht einem Referat oder Bericht kann eigentlich alles in der Schule erledigt werden. Sicher – wer hier bummelt, muss sich dann doch noch einmal zuhause daran setzen. Für Sie als Eltern vielleicht eine neue Situation: Kein Kampf mehr um das Anfertigen von Hausaufgaben, aber auch kein täglicher Einblick in Hefte und Mappen. Aber keine Sorge: Um den Lernfortschritt kümmern wir uns, und wenn wir Ihre Unterstützung brauchen, melden wir uns!

Wie behalte ich den Überblick über die Leistungen meines Kindes?

Jeder Schüler und jede Schülerin besitzt ein persönliches Logbuch. Es ist Kalender,  Lerntagebuch, Lernplaner und Mitteilungsheft für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Die Kinder dokumentieren hier ihre Erfolge und Lernfortschritte. Sie legen in Absprache mit der Klassenleitung ihre Wochenziele fest und erhalten am Ende der Woche in einem Gespräch eine Rückmeldung dazu. Das Logbuch hilft nicht nur den Schülerinnen und Schülern, den Überblick über ihre Arbeit in der Schule zu behalten. Auch die Eltern können so jederzeit sehen, was sich im Unterricht tut. Außerdem haben sie mit dem Logbuch eine weitere Möglichkeit, Informationen an die Lehrkräfte zu geben.

Gibt es Zensuren?

Nein. Wir nutzen die Möglichkeit, zunächst einmal Lernentwicklungsberichte zu verfassen. Der Aufwand dafür ist bedeutend größer als bei einem Notenzeugnis, dafür können wir aber Leistungen individueller und präziser darstellen. Für Sie als Eltern bedeutet das jedoch, dass Sie am Ende eines Halbjahres nicht ein Blatt, sondern einen zehnseitigen Bericht erhalten. Um Ihnen dabei das Verstehen zu erleichtern, findet am Ende eines Schulhalbjahres das verbindliche Bilanzierungsgespräch statt. Jede Schülerin, jeder Schüler setzt sich dazu mit Eltern und Klassenleitung zusammen und stellt den eigenen Lernfortschritt vor. Grundlage des sorgfältig vorbereiteten Gesprächs sind die Einträge im Logbuch sowie die Bewertungen der Lehrkräfte. Außerdem werden gemeinsam die Ziele des folgenden Halbjahres sowie Forder- und Fördermöglichkeiten besprochen.

Im Stundenplan steht ein „WochenEnde“?

So nennen wir die Vollversammlung, die wir jeden Freitag abhalten. Zum Ende der Schulwoche treffen sich Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Agora. Dies ist die Zeit, in der Ansagen für alle gemacht werden, besondere Leistungen gelobt werden, Geburtstage besungen werden. Dies ist die Zeit, in der wir uns als Schulgemeinschaft wahrnehmen – um danach gemeinsam ins verdiente Wochenende zu gehen.

Die IGS ist eine Ganztagsschule?

Neben dem Unterricht am Vormittag haben unsere Schülerinnen und Schüler auch an zwei Nachmittagen pro Woche Unterricht. Diesen Unterricht erteilen die Lehrkräfte der Schule. Zusätzlich gibt es an zwei weiteren Nachmittagen ein AG-Angebot. Insgesamt können unsere Schülerinnen und Schüler so bis zu vier Nachmittage in der Woche in der Schule verbringen. Nachmittagsunterricht und AG-Angebot finden im Wechsel statt, der Freitag Nachmittag ist frei.

Wir bringen unseren Schülerinnen und Schülern bei, ihren Unterrichtstag in eigener Verantwortung zu gestalten. Innerhalb einer klaren, je nach Bedarf unterstützenden Struktur gibt es ein differenziertes Aufgabenangebot. Methodenwechsel erleichtern den Zugang zum Lernstoff. Wir wollen erreichen, dass unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur das Schulleben aktiv mitgestalten, sondern auch bei Planung und Durchführung von Unterricht mitwirken.

Die Unterrichtszeiten bewegen sich im Rahmen der bisher bekannten Unterrichtszeiten im Schulzentrum am Helleweg.
Unterrichtsbeginn: 8.00 Uhr
Unterrichtsende nach der 6. Stunde: 13.10  Uhr
Unterrichtsende nach der 9. Stunde: 16.00 Uhr

Ein so langer Schultag verlangt natürlich nach geregelten Pausenzeiten. Nach je zwei Unterrichtsstunden am Vormittag gibt es 20 Minuten Pause. An den langen Tagen mit Nachmittagsunterricht haben wir eine etwa einstündige Mittagspause, während der die Klassen gemeinsam mit ihren Klassenlehrkräften zu Mittag essen. Während der Pausen können die Schülerinnen und Schüler Angebote für Bewegung und Entspannung nutzen. Wichtig ist uns hier die Möglichkeit, sich so richtig austoben zu können – ebenso wie eine Gelegenheit, abzuschalten und Ruhe zu finden.

An den unterrichtsfreien Nachmittagen werden  Arbeitsgemeinschaften von Lehrkräften der Schule sowie externen Kräften betreut. Die Teilnahme an den Arbeitsgemeinschaften ist freiwillig, einmal gewählt, müssen sie jedoch für die gesamte Laufzeit (meist ein Halbjahr) besucht werden. Der AG-Bereich soll in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium gestaltet werden.

Für unsere Arbeitsgemeinschaften suchen wir nach Kooperationspartnern, die uns helfen, ein buntes und attraktives Programm zusammenzustellen. Wichtig ist uns dabei die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Isernhagen, Vereinen und privaten Schulen, Kirchengemeinden, Betrieben. Wir kommen auf Sie zu – oder sprechen Sie uns an!

Die Ganztagsschule bietet Zeit zum Lernen und Zeit zum Leben. Wir wollen beides gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern gestalten.

Gibt es auch ein soziales Engagement seitens der Schule?

Ja. Dies wird sich besonders in Jahrgang 7 zeigen. Dann werden wir unseren Schülerinnen und Schülern zwei Unterrichtsstunden in der Woche für ein selbst gewähltes Projekt hier in Isernhagen zur Verfügung stellen:

  • Vorlesen im Kindergarten
  • PC-Schulung im Altenheim
  • Trainerassistent im Fußballverein
  • Mitarbeit im Kindergottesdienst

Jede / jeder sucht sich eine Tätigkeit aus und leistet darin für etwa ein halbes Jahr einen Dienst an der Gemeinschaft. Neben den Kontakten zu Menschen, die sie sonst vielleicht niemals getroffen hätten, lernen die Jugendlichen, Verantwortung zu übernehmen, Ausdauer zu zeigen und die Wirksamkeit des eigenen Handelns zu erkennen. Die Schule hilft bei Vor- und Nachbereitung und unterstützt bei Schwierigkeiten. Am Ende stellen alle Schülerinnen und Schüler ihr Projekt im Rahmen einer Messe vor.