Was bedeutet „IGS-I“ fĂŒr mein Kind?

Auf dieser Seite möchten wir erklĂ€ren, wie unsere Schule funktioniert. Wie Sie bald bemerken werden, machen wir einige Dinge anders als Sie es bisher von Schule gewohnt sind. WĂ€hrend der Planungsphase vor der Eröffnung der Schule haben wir nach Wegen gesucht, eine neue Schule im 21. Jahrhundert so auszurichten, dass sie ihre SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ideal auf ihre Zukunft vorbereiten kann. Dabei haben wir uns zahlreiche Modelle in der Fachliteratur wie auch an anderen Schulen angesehen. Das daraus entstandene Konzept entwickeln wir in Zusammenarbeit mit SchĂŒlerinnen, SchĂŒlern und Eltern kontinuierlich weiter.

Falls noch Fragen offen bleiben, schreiben Sie uns. Oder rufen Sie an. Grundlegende Fragen zur IGS als Schulform beantworten wir hier.

 

Überblick

Das Handy hat unsere Gesellschaft bereits verĂ€ndert. Ein Roboter, der auf zwei Beinen geht und einen Salto machen kann, wird die Arbeitswelt ebenso massiv verĂ€ndern wie eine Datenbank, die ganze Berufsgruppen ĂŒberflĂŒssig macht. Wir wissen nicht, wie die Lebens- und Arbeitswelt Ihres Kindes in 6-10 Jahren aussehen wird, aber wir tun unser Bestes, um Ihre Tochter / Ihren Sohn gut darauf vorzubereiten.

Das bedeutet, dass wir neben dem notwendigen Fachwissen auch Eigenverantwortung, SelbstÀndigkeit, die FÀhigkeit zu Selbstorganisation sowie die FÀhigkeit zur Teamarbeit vermitteln. Die FÀhigkeit, die eigenen Kenntnisse und FÀhigkeiten realistisch einschÀtzen zu können ist ebenso wichtig wie die FÀhigkeit, moderne technische Hilfsmittel sinnvoll und zielgerichtet nutzen zu können.

Daher ĂŒben wir im Unterricht nicht nur Deutsch, Mathe und Englisch – sondern eben auch selbstĂ€ndiges Arbeiten, selbstĂ€ndiges Organisieren und den Umgang mit Computern als ArbeitsgerĂ€t. Nicht nur manchmal, in einer Projektphase oder im Computerraum, sondern stĂ€ndig. In jeder Stunde. Dabei werden das Schreiben von Hand, das Basteln mit Schere und Klebstoff sowie das Malen mit Tusche aber nicht vernachlĂ€ssigt!

 

Arbeit im LernbĂŒro

Unsere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler sollen bestmöglichen Erfolg im Unterricht haben. Um dabei der Vielzahl unterschiedlicher Begabungen gerecht werden zu können, gibt es an der IGS Isernhagen nicht nur Unterricht im Klassenverband: Einige FĂ€cher werden im LernbĂŒro unterrichtet. Dabei handelt es sich um eine besondere Unterrichtsform, in der die Lehrkraft nicht direkt unterrichtet. Sie ist selbstverstĂ€ndlich immer anwesend, berĂ€t jedoch nur diejenigen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, die aktuell UnterstĂŒtzung benötigen.

So können unsere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler in Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften (Biologie, Physik, Chemie) und Gesellschaftslehre (Geschichte, Erdkunde, Politik) auf ihrem individuellen Anspruchsniveau und in ihrem eigenen Tempo arbeiten und lernen. Beraten durch die Lehrkraft entscheiden sie selbst ĂŒber den Schwierigkeitsgrad der verschiedenen Aufgaben. Auf diese Weise lernen sie, die Verantwortung fĂŒr ihre Arbeit in der Schule zu ĂŒbernehmen und Lernerfolge als Ergebnis eigener BemĂŒhungen anzuerkennen. Begleitet und unterstĂŒtzt werden sie dabei von der jeweiligen Fachlehrkraft, die erklĂ€rt, ermutigt, und dafĂŒr sorgt, dass jede und jeder angemessen gefördert und gefordert wird.

Möglich wird dieses Verfahren durch den gezielten Einsatz der Tablet-Rechner, die die LehrbĂŒcher ebenso bereit stellen wie die LernplĂ€ne oder weitere Arbeitsmaterialien. Unterricht im LernbĂŒro gibt es jeden Tag in den ersten beiden Unterrichtsstunden. Dabei dĂŒrfen die SchĂŒler jeden Morgen selbst entscheiden, in welchem Fach sie arbeiten möchten.

 

Struktur und RĂŒckmeldung

Das LernbĂŒro ist eine organisatorische Herausforderung, der nicht alle SchĂŒlerinnen und SchĂŒler vom ersten Tag an gewachsen sind. Daher unterstĂŒtzen wir jede SchĂŒlerin, jeden SchĂŒler nach Bedarf im Unterricht. Dazu gibt es regelmĂ€ĂŸig jeden Freitag ein GesprĂ€ch mit der Klassenlehrkraft. In diesem GesprĂ€ch wird auf die abgelaufene Woche geschaut, werden Höhepunkte wie Misserfolge gewĂŒrdigt. Und es wird die kommende Woche vorbereitet und so weit vorstrukturiert, wie es jeweils nötig erscheint. So bekommt jede SchĂŒlerin / jeder SchĂŒler die Struktur, die sie / er fĂŒr einen guten Lernerfolg benötigt.

Grundlage des FreitagsgesprĂ€chs ist das persönliche Logbuch. Es ist Kalender, Lerntagebuch, Lernplaner und Mitteilungsheft fĂŒr SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, Eltern und LehrkrĂ€fte. Die Kinder dokumentieren hier ihre Erfolge und Lernfortschritte. Sie legen in Absprache mit der Klassenleitung ihre Wochenziele fest und erhalten am Ende der Woche eine RĂŒckmeldung dazu. Das Logbuch hilft nicht nur den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern, den Überblick ĂŒber ihre Arbeit in der Schule zu behalten. Auch die Eltern können so einen Überblick ĂŒber die Arbeit in der Schule bekommen. Außerdem haben sie mit dem Logbuch eine weitere Möglichkeit, Informationen an die LehrkrĂ€fte zu geben.

 

Tablet-Computer

Ein zentrales Medium im Unterricht unserer Schule ist das Tablet. Ein kleiner, leichter Computer, der uns enorme Möglichkeiten eröffnet und den Unterricht fĂŒr die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler in vielen FĂ€llen attraktiver werden lĂ€sst. Damit können wir unsere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler auf ihre Zukunft im 21. Jahrhundert vorbereiten. Wir sehen die Notwendigkeit, sich mit dem „Digitalen“ auskennen zu mĂŒssen: Wie arbeiten Computer? Welchen Einfuss hat das auf mein Privat- / Berufsleben? Wie gehe ich mit den Inhalten um, die ich aus „dem Netz“ bekomme? Woran erkenne ich Falschmeldungen? Wie vermeide ich Datenverluste? – Diese und andere Fragen wollen wir in den Jahren an unserer Schule beantworten.

Wichtig ist uns dabei: Das Tablet ermöglicht zwar erst den Unterricht, wie wir ihn hier betreiben. Aber es ist nicht das, sondern immer nur ein mögliches Arbeitsmittel. Mehr zum Tablet finden Sie hier.

 

Hausaufgaben?

Es gibt keine Hausaufgaben. Abgesehen vom regelmĂ€ĂŸigen Lernen der Vokabeln fĂŒr die Fremdsprachen. Wir stehen auf dem Standpunkt, dass schulische Arbeit in der Schule stattfinden muss. Wer allerdings in der Schule trödelt, wird sich dann doch noch einmal zuhause an die Arbeit setzen mĂŒssen. Das sollte aber nicht der Regelfall werden.

FĂŒr Sie als Eltern vielleicht eine neue Situation: Kein Kampf mehr um das Anfertigen von Hausaufgaben, aber auch kein tĂ€glicher Einblick in Hefte und Mappen. Aber keine Sorge: Um den Lernfortschritt kĂŒmmern wir uns, und wenn wir Ihre UnterstĂŒtzung brauchen, melden wir uns!

 

Zensuren

Gibt es nicht. Wir nutzen die Möglichkeit, zunĂ€chst einmal Lernentwicklungsberichte zu verfassen. Der Aufwand dafĂŒr ist bedeutend grĂ¶ĂŸer als bei einem Notenzeugnis, dafĂŒr können wir aber Leistungen individueller und prĂ€ziser darstellen. FĂŒr Sie als Eltern bedeutet das jedoch, dass Sie am Ende eines Halbjahres nicht ein Blatt mit einigen Ziffern, sondern einen zehnseitigen Bericht erhalten. Um Ihnen dabei das Verstehen zu erleichtern, findet am Ende eines Schulhalbjahres das verbindliche BilanzierungsgesprĂ€ch statt. Jede SchĂŒlerin, jeder SchĂŒler setzt sich dazu mit Eltern und Klassenleitung zusammen und stellt den eigenen Lernfortschritt vor. Grundlage des sorgfĂ€ltig vorbereiteten GesprĂ€chs sind die EintrĂ€ge im Logbuch sowie die Bewertungen der LehrkrĂ€fte. Außerdem werden gemeinsam die Ziele des folgenden Halbjahres sowie Forder- und Fördermöglichkeiten besprochen.

 

Wir haben ein WochenEnde

So nennen wir die Vollversammlung, die wir jeden Freitag abhalten. Zum Ende der Schulwoche treffen sich SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, Lehrerinnen und Lehrer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Agora. Dies ist die Zeit, in der Ansagen fĂŒr alle gemacht werden, besondere Leistungen gelobt werden, Geburtstage besungen werden. Dies ist die Zeit, in der wir uns als Schulgemeinschaft wahrnehmen – um danach gemeinsam ins verdiente Wochenende zu gehen.

 

Ganztagsschule

Neben dem Unterricht am Vormittag haben unsere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler auch an zwei Nachmittagen pro Woche Unterricht. Diesen Unterricht erteilen die LehrkrĂ€fte der Schule. ZusĂ€tzlich gibt es an zwei weiteren Nachmittagen ein AG-Angebot. Insgesamt können unsere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler so bis zu vier Nachmittage in der Woche in der Schule verbringen. Nachmittagsunterricht und AG-Angebot finden im Wechsel statt, der Freitag Nachmittag ist frei.

Wir bringen unseren SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern bei, ihren Unterrichtstag in eigener Verantwortung zu gestalten. Innerhalb einer klaren, je nach Bedarf unterstĂŒtzenden Struktur gibt es ein differenziertes Aufgabenangebot. Methodenwechsel erleichtern den Zugang zum Lernstoff. Wir wollen erreichen, dass unsere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler nicht nur das Schulleben aktiv mitgestalten, sondern auch bei Planung und DurchfĂŒhrung von Unterricht mitwirken.

Die Unterrichtszeiten bewegen sich im Rahmen der bisher bekannten Unterrichtszeiten im Schulzentrum am Helleweg.
Unterrichtsbeginn: 8.00 Uhr
Unterrichtsende nach der 6. Stunde: 13.10  Uhr
Unterrichtsende nach der 9. Stunde: 15.55 Uhr

Ein so langer Schultag verlangt natĂŒrlich nach geregelten Pausenzeiten. Nach je zwei Unterrichtsstunden am Vormittag gibt es 20 Minuten Pause. An den langen Tagen mit Nachmittagsunterricht haben wir eine etwa einstĂŒndige Mittagspause, wĂ€hrend der die Klassen gemeinsam mit ihren KlassenlehrkrĂ€ften zu Mittag essen. WĂ€hrend der Pausen können die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler Angebote fĂŒr Bewegung und Entspannung nutzen. Wichtig ist uns hier die Möglichkeit, sich so richtig austoben zu können – ebenso wie eine Gelegenheit, abzuschalten und Ruhe zu finden.

An den unterrichtsfreien Nachmittagen werden  Arbeitsgemeinschaften von LehrkrĂ€ften der Schule sowie externen KrĂ€ften betreut. Die Teilnahme an den Arbeitsgemeinschaften ist freiwillig, einmal gewĂ€hlt, mĂŒssen sie jedoch fĂŒr die gesamte Laufzeit (meist ein Halbjahr) besucht werden. Der AG-Bereich soll in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium gestaltet werden.

FĂŒr unsere Arbeitsgemeinschaften suchen wir nach Kooperationspartnern, die uns helfen, ein buntes und attraktives Programm zusammenzustellen. Wichtig ist uns dabei die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Isernhagen, Vereinen und privaten Schulen, Kirchengemeinden, Betrieben. Wir kommen auf Sie zu – oder sprechen Sie uns an!

Die Ganztagsschule bietet Zeit zum Lernen und Zeit zum Leben. Wir wollen beides gemeinsam mit unseren SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern gestalten.