Die Gesamtkonferenz der IGS Isernhagen hat am 2.04.2019 das folgende Beschwerdekonzept beschlossen. Es gilt fĂŒr alle SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, Eltern, LehrkrĂ€fte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Kurzfassung: Jede Beschwerde wird zunĂ€chst an die Person gerichtet, deren Handeln Ursache der Beschwerde ist.  Wenn im GesprĂ€ch keine KlĂ€rung möglich ist, kann weitere UnterstĂŒtzung hinzu gezogen werden.

Beschwerdekonzept der IGS Isernhagen

An der IGS Isernhagen leben und lernen wir gemeinsam. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit
aller Personen ist fĂŒr uns selbstverstĂ€ndlich. Beschwerden und Konflikte sind dabei nicht ungewöhnlich.
Sie entstehen

… aus unterschiedlichen Erwartungen, AnsprĂŒchen und Zielen.
… aus Verhaltensweisen, die als problematisch empfunden werden.
… aus schĂŒlerbezogenen Entscheidungen, die nicht nachvollziehbar erscheinen.

Konflikte, Beschwerden und Kritik verstehen wir als Hinweise, dass Absichten nicht verstanden
wurden oder Entscheidungen geprĂŒft werden sollen. Ein professioneller Umgang damit wird die
QualitÀt der Arbeit der Schule verbessern. Die folgenden Regelungen helfen, konstruktiv mit
Beschwerden und Kritik umzugehen.

GrundsÀtze
Alle begrĂŒndeten Beschwerden nehmen wir ernst, wir weichen Problemen nicht aus. Anonyme
Beschwerden werden nicht bearbeitet.

Jeder Konflikt wird auf der Ebene bearbeitet, auf der er entstanden ist. Dabei sind immer erst
alle Beteiligten zu hören, bevor eine Bewertung der Situation vorgenommen wird. Alle Beteiligten
bemĂŒhen sich um eine konstruktive BewĂ€ltigung des Konflikts. Grundlage jeden GesprĂ€chs
ist ein sachlicher Umgang miteinander.

Kann keine Lösung erreicht werden, suchen die Beteiligten nach UnterstĂŒtzung durch Dritte. Die
nÀchsthöhere Ebene wird immer erst eingeschaltet, wenn aus eigener Kraft keine Lösung erzielt
werden kann.

Diese Regelung gilt nicht fĂŒr schwerwiegende Probleme, z. B. beim Verdacht auf strafbare
Handlungen oder Dienstpflichtverletzungen. In diesen Situationen wird die Schulleitung unmittelbar
eingeschaltet.

Verfahren
Bei der Bearbeitung von Beschwerden auf allen Ebenen oberhalb der unmittelbar Beteiligten
wird eine kurze schriftliche Dokumentation der bisherigen Bearbeitung angefertigt.

Wenn im Rahmen der Bearbeitung eines Konfliktes oder einer Beschwerde schriftliche Aufzeichnungen
(Protokolle, Vermerke etc.) angefertigt werden, erhalten alle Beteiligten eine Kopie
dieser Aufzeichnungen. Dies gilt nicht fĂŒr Auseinandersetzungen unter SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern.

Beschwerden werden zĂŒgig bearbeitet. Der Adressat einer Beschwerde antwortet innerhalb von
zwei Arbeitstagen. Auf der Ebene der unmittelbar Beteiligten soll eine Lösung des Problems innerhalb
von 7 bis 10 Arbeitstagen gefunden werden. Sollte keine Lösung möglich sein, soll auf
der nĂ€chsten Ebene ein erstes GesprĂ€ch innerhalb von 10 Arbeitstagen gefĂŒhrt werden.

Wege
– SchĂŒlerinnen und SchĂŒler
SchĂŒlerinnen und SchĂŒler richten Beschwerden ĂŒber MitschĂŒlerinnen und MitschĂŒler an die
Klassenlehrkraft. Diese entscheidet ĂŒber das weitere Vorgehen.

In der Pause wird die Lehrkraft angesprochen, die die Aufsicht fĂŒhrt. Sie klĂ€rt die Situation oder
informiert die zustÀndige Klassenlehrkraft.

Wenn alle Beteiligten einverstanden sind, kann die Schulsozialarbeiterin zur Schlichtung des
Konfliktes einbezogen werden.

Beschwerden von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern ĂŒber eine Lehrkraft werden zuerst an die betroffene
Lehrkraft gerichtet. Ist das nicht möglich, ist die Klassenlehrkraft anzusprechen.

Kann die Klassenlehrkraft das Problem nicht lösen, wird die Jahrgangsleitung hinzugezogen.

Dabei können sich SchĂŒlerinnen und SchĂŒler immer von MitschĂŒlerinnen und MitschĂŒlern unterstĂŒtzen
lassen.

– Eltern und Erziehungsberechtigte
Eltern richten ihre Beschwerde immer an die betroffene Lehrkraft. Sind Eltern oder die betroffene
Lehrkraft nicht bereit, das GesprĂ€ch allein zu fĂŒhren, können nach Absprache die Fach- /
bzw. Jahrgangsleitung sowie die Elternvertreter/innen der Klasse hinzugezogen werden.

Sollte das GesprĂ€ch zu keinem Ergebnis fĂŒhren, wird die Jahrgangsleitung hinzugezogen.
Beschwerden von Eltern ĂŒber die Schulleitung sind zunĂ€chst an die Schulleitung selbst zu richten.
Erfolgt keine Einigung, wird die Beschwerde an das zustÀndige Dezernat der NiedersÀchsischen
Landesschulbehörde gerichtet.

– LehrkrĂ€fte
Beschwerden von LehrkrĂ€ften ĂŒber Eltern sind an die betroffenen Eltern zu richten. Sollte dies
zu keinem Ergebnis fĂŒhren, wird die Jahrgangsleitung eingeschaltet.

Können Beschwerden von LehrkrĂ€ften ĂŒber Kolleginnen und Kollegen nicht auf direktem Weg
gelöst werden, wird zunÀchst der Schulpersonalrat und danach die Schulleitung einbezogen.

Beschwerden gegen die Schulleitung werden direkt an diese gerichtet, gegebenenfalls kann der
Personalrat einbezogen werden. Ist keine Lösung zu erzielen, wird das zustÀndige Dezernat der
Landesschulbehörde eingeschaltet.

– sonstige Beschwerden (z. B. Schulhausmeister, ReinigungskrĂ€fte, Sekretariat)
In der Regel werden Beschwerden der oben genannten Personengruppen ĂŒber SchĂŒlerinnen
und SchĂŒler oder LehrkrĂ€fte an das Sekretariat gerichtet. Dort wird der zustĂ€ndige Adressat ermittelt
und informiert.

Beschwerden ĂŒber die oben genannten Personengruppen werden zunĂ€chst mit den betroffenen
Personen direkt geklÀrt. Kann keine Lösung erzielt werden, wird der jeweilige AnstellungstrÀger
eingeschaltet.

Beschwerden gegen Entscheidungen der Schule
Beschwerden und WidersprĂŒche gegen Entscheidungen der Schule, z. B. gegen Leistungsbewertungen,
Konferenzentscheidungen oder Entscheidungen des Schulleiters unterliegen nicht
dem vorliegenden Konzept. Sie werden in jedem Fall den jeweils geltenden schulrechtlichen
Regelungen entsprechend bearbeitet.

Diese Beschwerden und WidersprĂŒche sind schriftlich einzureichen und von allen Erziehungsberechtigten
zu unterschreiben.

Schluss
Die hier festgelegten Regelungen werden im Logbuch abgedruckt, in der Website der Schule
aufgefĂŒhrt sowie anlĂ€sslich der Elternabende in Jahrgang 5 erlĂ€utert.

Anregungen zur Verbesserung unseres Beschwerdekonzepts nehmen wir gern entgegen.

Das Konzept zum Beschwerdemanagement soll alle zwei Jahre von der Gesamtkonferenz
ĂŒberprĂŒft und gegebenenfalls ĂŒberarbeitet werden.

Dieses Konzept wurde am 02.04.2019 durch die Gesamtkonferenz verabschiedet.