Erasmus+ stärkt europäische Zusammenarbeit: IGS Isernhagen zu Gast in Spanien
Im Rahmen des Erasmus+-Programms reisten vom 3. bis 10. Mai 2026 zehn Schülerinnen und Schüler der IGS Isernhagen gemeinsam mit vier Lehrkräften zur spanischen Partnerschule IES Virgen del Campo nach Cañete de las Torres in der Provinz Córdoba.
 
Begleitet wurde die Gruppe von Ulf Linxweiler, stellvertretender Schulleiter, Katharina Feldhausen, Matthias Haferkamp sowie Hidayel Akyer, Erasmus+-Koordinator der IGS Isernhagen. Der Gegenbesuch stellte einen weiteren wichtigen Meilenstein der internationalen Schulpartnerschaft dar und knüpfte an den erfolgreichen Besuch der spanischen Delegation in Isernhagen im April an. Im Mittelpunkt der Begegnung standen neben dem interkulturellen Austausch insbesondere gemeinsame Projektarbeiten zu den Veränderungen verschiedener Lebensbereiche durch die Digitalisierung und den gesellschaftlichen Wandel in Europa.
Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich intensiv mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf Schule, Kommunikation, Arbeitswelt und Freizeitverhalten in Deutschland und Spanien. Dabei wurden insbesondere Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Umgang mit digitalen Medien, modernen Lernformen sowie sozialen Netzwerken thematisiert. Darüber hinaus setzten sich die Jugendlichen mit den Chancen und Herausforderungen des Tourismus sowie mit Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes auseinander. Diskutiert wurden unter anderem nachhaltiger Tourismus, Mobilität, Ressourcenschonung und die Verantwortung junger Menschen für eine nachhaltige Zukunft in Europa. Der internationale Austausch ermöglichte es den Teilnehmenden, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und gemeinsame Lösungsansätze für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln.
 
Als gemeinsames Endprodukt entstand ein Podcast, in dem die Jugendlichen ihre Erkenntnisse, Erfahrungen und persönlichen Eindrücke präsentierten. In Interviews, Diskussionen und Erfahrungsberichten reflektierten die Schülerinnen und Schüler ihre Projektarbeiten sowie ihre Erlebnisse während des Austauschs. Im Mittelpunkt standen dabei europäische Zukunftsthemen und die Frage, wie junge Menschen den digitalen und gesellschaftlichen Wandel in Europa wahrnehmen und aktiv mitgestalten können. Der Podcast verdeutlicht eindrucksvoll, wie Erasmus+ den interkulturellen Dialog fördert und Jugendliche dazu befähigt, sich kritisch und kreativ mit Zukunftsfragen auseinanderzusetzen.
Neben der Projektarbeit erwartete die Gruppe ein vielseitiges kulturelles Programm, das die Ziele von Erasmus+ auf besondere Weise erlebbar machte. So besuchten die Teilnehmenden unter anderem die historische Altstadt von Córdoba mit ihren bedeutenden kulturellen Sehenswürdigkeiten. Besonders beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler von der historischen Mezquita sowie der kulturellen Vielfalt Andalusiens, in der unterschiedliche Kulturen über Jahrhunderte hinweg zusammenlebten und das Stadtbild bis heute prägen.
Ein weiterer Höhepunkt war der Ausflug nach Hornachuelos in der Provinz Córdoba. Dort erhielten die Jugendlichen Einblicke in die Natur- und Kulturlandschaft Andalusiens sowie in regionale Konzepte nachhaltigen Tourismus. Die Begegnung mit Natur, regionaler Kultur und traditionellen Lebensweisen eröffnete neue Perspektiven auf Umweltbewusstsein und nachhaltige Entwicklung innerhalb Europas.
 
Auch der Besuch der Stadt Sevilla hinterließ bleibende Eindrücke. Im Rahmen der Feria de las Ciencias de Sevilla erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in wissenschaftliche Projekte, die von Schulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen präsentiert wurden. Im Mittelpunkt standen Themen wie Digitalisierung, Umwelt, erneuerbare Energien und technologische Innovationen. Die Jugendlichen konnten erleben, wie Forschung praxisnah vermittelt wird und wie eng Bildungsinstitutionen in Europa zusammenarbeiten, um Zukunftsfragen gemeinsam zu gestalten.
Im Sinne von Erasmus+ spielte zudem der Blick auf Innovation, Wissenschaft und Zukunftstechnologien eine wichtige Rolle. Während des Austauschs wurde deutlich, wie eng Schulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen in Europa zusammenarbeiten, um digitale und nachhaltige Entwicklungen voranzubringen. Viele Bildungseinrichtungen präsentierten moderne Projekte und Forschungsergebnisse, die eindrucksvoll zeigten, wie Wissenschaft und gesellschaftlicher Wandel miteinander verbunden sind.
Ulf Linxweiler betonte die besondere Bedeutung solcher Begegnungen: „Internationale Austauschprogramme fördern nicht nur sprachliche Kompetenzen, sondern stärken auch Offenheit, Verantwortungsbewusstsein und europäisches Denken.“ Auch Erasmus+-Koordinator Hidayel Akyer zog ein positives Fazit: „Erasmus+ ermöglicht jungen Menschen Erfahrungen, die weit über den Unterricht hinausgehen. Unsere Schülerinnen und Schüler erleben Europa direkt, setzen sich mit wichtigen Zukunftsthemen auseinander und lernen, Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt zu übernehmen.“ Der Austausch zwischen der IGS Isernhagen und der IES Virgen del Campo verdeutlicht eindrucksvoll die Ziele des Erasmus+-Programms der Europäischen Union: die Förderung von Bildung, interkulturellem Dialog und europäischer Gemeinschaft. Für alle Beteiligten war die Begegnung in Spanien nicht nur eine schulische Erfahrung, sondern ein lebendiges Beispiel dafür, wie Europa durch Zusammenarbeit, gegenseitiges Lernen und gemeinsame Werte zusammenwächst.
 
Erasmus+ stärkt europäische Zusammenarbeit: IGS Isernhagen zu Gast in Spanien